Neues Sport- und Bewegungskonzept Bern: Stossrichtung ist richtig

Avatar of SP Stadt Bern SP Stadt Bern - 16. Dezember 2010 - Aus dem Präsidium, Sport, Medienmitteilung

Die Geschäftsleitung der SP Stadt Bern hat an ihrer gestrigen Sitzung zum Sport- und Bewegungskonzept Stellung genommen. Die SP begrüsst das Konzept – die Stadt Bern hat damit eine ausgezeichnete Grundlage für eine neue Sportpolitik geschaffen.

Die SP Stadt Bern begrüsst die Stossrichtung des Konzepts, namentlich den Bau eines neuen Hallenbads, das den heutigen Bedürfnissen entspricht. Schwimmen ist gesund und es ist ausgewiesen, dass die Stadt Bern mehr gedecktes Wasser braucht. Das neue Hallenbad muss allerdings möglichst im Zentrum und für die Schulen und mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar sein. Deshalb steht die SP Stadt Bern dem Standort Wankdorf City skeptisch gegenüber.

Äusserst knapp hat sich die Geschäftsleitung der SP Stadt Bern für die Schliessung des Hallenbads Muubeeri am Hirschengraben ausgesprochen. Es ist finanzpolitisch nicht realistisch, ein neues Hallenbad zu fordern und gleichzeitig das Muubeeri zu sanieren. Die Sanierung des Hallenbads am Hirschengraben würde bedeuten, dass die Stadt Bern keinen einzigen zusätzlichen Quadratzentimeter Wasser gewinnen würde.

In Bezug auf die Eisanlagen bestreitet die SP Stadt Bern den Bedarf von zwei zusätzlichen Hockeyfeldern im Weyermannshaus. Die reine Überdachung von Eisflächen ist nicht zeitgemäss und widerspricht dem Energiekonzept der Stadt Bern. Mit geschlossenen, gut isolierten Eishallen mit Wärmerückgewinnung kann der Energieverbrauch wesentlich verringert werden. Die Schliessung der Eisanlage der KaWeDe soll nach Ansicht der SP hingegen nochmals geprüft werden mit dem Ziel, ein effizienteres und attraktiveres Nutzungskonzept zu erarbeiten.

Sodann spricht sich die SP Stadt Bern gegen die Schliessung des Freibads in der KaWeDe aus. Das Bad ist für Familien und das Quartier wichtig. Auch hier fordert die SP ein Nutzungskonzept – die Beibehaltung des Wellenbads ist teuer und fragwürdig, unkonventionelle Umnutzungen (Ballonbad im Winter) sind zu prüfen. Auch das Freibad im Weyermannshaus könnte als Naturbad an Attraktivität gewinnen.

Schliesslich lehnt die SP es ab, im Bottigenmoos Rasenflächen für 11 Mio. Franken für flächenintensive Sportarten wie Kricket bereit zu stellen. Diese Massnahme ist zu teuer, der Standort ist mit dem öffentlichen Verkehr schlecht erreichbar und der Nutzen für die Stadtbevölkerung ist fragwürdig.

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