SP/JUSO-Fraktion für Modellvielfalt und gegen Einheitsschulkommission

Avatar of SP Stadt BernSP Stadt Bern - 20. Januar 2010 - Medienmitteilung, Aus dem Stadtrat, Schule, Schulreglement

Die SP/JUSO-Fraktion hat sich intensiv mit der Revision des Schulreglements befasst. Sie begrüsst die Umsetzung des Integrationsartikels und der Tagesschulverordnung. Sie bedauert sehr, dass der wichtigste Punkt der Revision in den Hintergrund geraten ist und stattdessen die Zusammenarbeitsform auf der Sekundarstufe 1 und die Einheitsschulkommission die Diskussion beherrschen.


Die Fraktion SP/JUSO ist überzeugt, dass zum jetzigen Zeitpunkt die Vielfalt der Zusammenarbeitsformen erhalten bleiben muss. Sie wird im Stadtrat alle diesbezüglichen Änderungsanträge ablehnen. Damit will sie den Schulen bzw. Schulkommissionen die Möglichkeit geben, von der Basis her und ausgehend von den bisherigen Strukturen die Zusammenarbeitsform zu wählen, die ihren Bedürfnissen am besten entspricht, und diese im Rahmen der kantonalen Vorgaben weiterzuentwickeln. Längerfristig sollen nur noch integrative Formen möglich sein. Für die SP ist jedoch klar, dass es die Schulen im jetzigen Moment überfordern würde, diesen Schritt bereits jetzt einzuleiten. Im Weiteren ist die SP/JUSO-Fraktion der Ansicht, dass nicht der Stadtrat, sondern die paritätisch zusammengesetzten Schulkommissionen, welche die Verhältnisse vor Ort am besten kennen, über die Zusammenarbeitsform auf der Sekundarstufe 1 entscheiden sollen.

Die SP/JUSO-Fraktion wehrt sich entschieden gegen eine Einheitsschulkommission. Die Schule soll im Quartier verankert und die direkte Mitwirkung der Elternräte gewährleistet bleiben, zudem soll den Verhältnissen in den einzelnen Stadtteilen Rechnung getragen werden. Generell gilt für die SP/JUSO-Fraktion, dass Veränderungen nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg zu geschehen haben. Sie erinnert zudem daran, dass die letzte Schulkreisreform erst vor kurzem erfolgte und sich die neuen Gremien erst formiert haben, durch erneute Änderungsabsichten werden diese Gremien verunsichert und demotiviert.

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